Reisebericht: USA Südstaaten (Atlanta bis Svannah) 2016

USA Südstaaten Roadtrip 2016
USA Südstaaten Roadtrip 2016

Von Atlanta (Reisebericht Atlanta 2016) ging unser Roadtrip durch die Südsaaten der USA richtig los. Die erste Station mit dem Mietwagen (Mietwagen in USA mieten) war der Lookout Mountain nach Chattanooga. Der Lookout Mountain liegt genau an der Grenze zwischen Tennessee und Georgia und bietet einen hervorragenden Blick auf insgesamt 7 Bundesstaaten. Der Park kostet einen kleinen Eintritt, ist es aber auf jeden Fall wert. Es geht durch einen schön angelegten kleinen Park hindurch durch die großen Felsen und wird mit einem tollen Ausblick belohnt. Zudem konnten wir auch Adler und Falken fliegen siehen. Die Stadt am Fuße des Lookout Mountain ist bekannt als „Rock City“. Als Werbemaßnahme haben sich viele Einheimisch ihre Häuser rot angemalt. Die Dächer sind schwarz und darauf steht in weiß „Rock City“. Diese kleinen Häuschen gibt es auch als Souvenier als Vogelhäuschen. Coole Idee, finde ich.

Chattanooga

Kunst in Chattanooga
Kunst in Chattanooga

Anschließend ging es für uns nach Chattanooga, wo unser Hotel war. Chattanooga ist eine schöne kleine Stadt mit einem relativ langen Riverwalk am Fluß entlang und viel Kunst. Hierzu gibt es einen kleinen Kunstpark und auch einen Kunst-Trail. Die Stadt ist schön, um einen halben Tag zu verweilen. Übernachtet haben wir im La Quinta Inn, einem typischen Autobahnhotel. Es hat alles geboten, was man für eine Nacht benötigt.

Von Chattanooga ging es weiter in den Bundesstaat Alabama. Auf dem Weg dorthin war unser erstes Ziel das Berry College nahe der Ortschaft Rome.

Berry College

Berry CollageAls Europäer kennt man das amerikanische Schulsystem nicht. Umso weniger kann man sich den Kampus eines Colleges vorstellen. Man kennt diese zwar oft aus Filmen, aber Film und Realität stimmen ja bekanntlich nicht immer überein. Beim Berry College angekommen wird man an der Einfahrt von einer netten jungen Dame begrüßt. Diese wünschte uns viel Spaß auf dem Gelände und gab uns auch eine kleine Karte mit, damit wir uns zurück finden. Dann fuhren wir mit dem Auto auf dem Kampus-Gelände. Mehrere Kilometer. Das ganze Gelände ist so weitläufig, dass man hier fast schon zwingend mit dem Auto fahren muss. Die Wohnunterkünfte der Schüler erinnerten dabei eher an Harry Potter, als an eine Schule. Hier würde man selbst gerne wieder in die Schule gehen.  Beim Berry College handelt es sich um ein privates College, das 1902 gegründet wurde. Wir fanden das Gelände auf unserem Roadtrip sehr faszinierend.

The Calhoun County Confederate Memorial

Weiter ging es zum Calhoun County Confederate Memorial. Einem kleinen Mahnmal zur Ehrung von Konfederierten aus dem Bürgerkrieg der Südstaaten gegen die Nordstaaten. Der Weg dorthin führte durch viel Wald und war angenehm. Das Memorial hat man nun auch gesehen…

Birmingham City

Angekommen in Birmingham City ging es sofort zum Birmingham Civil Rights Institute. In diesem Museum wurde der Konflikt der 60er Jahre sehr anschaulich dokumentiert. Von der Sklaverei bishin zu Martin Luther King, Rosa Parks und den Protestbussen konnte man Geschichte hautnah erleben. So wurden viele Bild- und Tonaufnahmen, aber auch Nachbildungen z.B. von Klassenzimmern oder Bars ausgestellt. Wer in Alabama unterwegs ist, sollte das Birmingham Civil Rights Institute auf jeden Fall besuchen. Mehr gibt es nämlich in Birmingham selbst nicht wirklich zu sehen. Es gibt angrenzend noch den Neubau der Kirche des „Babtist Church bombings“ und einen kleinen, aber schön angelegten Park. Wir sind dann noch etwas weiter in die Stadt rein gegangen. Hier war aber nicht viel los und die Stadt ist geprägt von vielen Leerständen, sodass wir uns auf zum Liberty Park & Statue of Liberty machten, das wir auf der visitalabama Website als Sehenswürdigkeit gesehen haben. Nachdem wir mehrere Runden, auf der Suche nach einem Parkplatz vorbei gefahren sind, mussten wir feststellen, dass man hier garnicht parken kann und schossen nur 2-3 Bilder aus dem Auto. Es handelt sich dabei um ein Replica der Freiheitsstatue in New York.

Da ich mich an diesem Tag etwas unwohl fühlte, suchten wir gleich unser Hotel auf und ließen den Abend ausklingen. Unser Hotel war das Days Inn Birmingham/Summit Mall. Das Zimmer war OK. Das Frühstücksbuffet nicht sehr üppig und Stadt Orangensaft kam Wasser. Ein Grund, schnell weiter zu fahren.

American Village
American Village

Die nächsten Ziele waren der Alabama National Cemetery (ein Friedhof ähnlich Arlington bei Washington, nur in klein) und gleich nebenan das American Village Montevello. Das American Village ist ein kleines Dorf mit Nachbauten amirikanischer Gebäude der Geschichte der USA aus dem 18/19. Jahrhundert. Auch hier waren wieder viele Schulkassen. Die Angestellten waren gekleidet wie in der damaligen Zeit und haben den Kindern in spielerischer Weise die Geschichte näher gemacht. War wirklich schön zu beobachten. Das Gelände war wirklich sehr groß sodass sich die ca. 30 Schulbusse sehr schnell im weitläufigen Gelände verloren. Zu den Nachbauten gehören u.a. die Concord Old North Birdge, das Oval Office, Colonial Chapel oder das Courthouse, Stocks and Pillory.

Montgomery, die Hauptstadt Alabamas

Der nächste Stop auf unserem Südstaaten Roadtrip 2016 ware Montgomery. In meinen Augen ein „Little Washington“. Es gibt eine Hauptstraße, die gerade wirklich schön renoviert wird, die zum State House führt. Dieses ähnelt dem Capitol in Washington sehr. Die ganze Straße hat mich an Washington DC erinnert. Neben der Hauptstraße gibt es noch einen schönen Waterfront Park, das Rosa Parks Museum, das wir uns aber nicht angesehen haben, da wir hier ja bereits in Birmingham sehr umfangreiche Informationen erhalten haben. Auffällig ist die hohe Anzahl der Kirchen. Neben der Hauptstraße ist Montgomery aber wie leer gefegt. Man sieht aber hier und da noch Erinnerungen an den Busboykott von Montgomery. Einen Snack haben wir uns bei Chris‘ geholt. Einenem 99 Jahre alten Hot Dog Restaurant. Innen kann man die Geschichte riechen. Im positiven Sinne. An den Wänden viele Bilder mit Prominenten und alte Preisschilder etc. Der Hot dog war super lecker!

Im Montgomery Inn and Suites hatten wir ein sehr großes Zimmer mit zwei Betten, einer Couch, Sessel und kleiner Küche. Das Bad war wie in allen anderen Hotels auch sehr sauber und hatte alles, was man für eine Nacht benötigt.

Columbus

ColumbusNun ging es wieder zurück nach Georgia. Columbus ist wie es der Name schon vermuten lässt sehr spanisch geprägt. Einzigartig sind wohl die Stromschnellen des Lake klivers. Hier sind viele Kajak Fahrer zu beobachten. Im Vergleich zu den anderen Städten war hier auch in mehr als nur einer Straße etwas los. Es gab Cafés, Restaurants und kleine Geschäfte. Wir konnten die Stadt an diesem heißen Tag schön zu Fuß erkunden. Da Albany noch auf sich warten ließ, hat die Zeit jedoch etwas gedrängt. Leider wussten wir bis dahin noch nicht, dass es in Albany, unserem nächsten Stop außer dem Visitor Centers, einem kleinen Park am Fluss und die Möglichkeit, ein kleines Aquarium zu besuchen, nicht wirklich recht viel mehr zu sehen gab. Auch Albany war wie ausgestorben. Viele leer stehende Geschäfte und Läden in der ganzen Stadt. Übernachtet haben wir im Red Roof Inn & Suites, dem Highlight, dieses Stops, da es sich allein schon durch die hohe und etwas im Colorado-Style eingerichtet Lobby sehr von allen anderen Hotels abhob. Den frühen Abend haben wir dann noch in der nahe liegenden Mall verbracht und etwas eingekauft, ehe ein schönes Steak im Outback Steakhouse folgte.

Okefenokee Swamp

Weiter ging die Fahrt zurück nach Georgia. Der Okefenokee Swamp Park südlich von Waycross war unser nächstes Ziel. Bereits auf der Fahrt zum Parkplatz konnten wir im Fluss parallel zur Straße einige Alligatoren sehen. Als wir ausgestiegen sind saß nur 3m neben dem Fußgängerweg ein ziemlich großer Alligator. Nach dem Eintritt in den Park machten wir erstmals einen Rundfahrt mit einem kleinen Zug durch den Park. Die Zugführerin hat dabei sehr viel über die Geschichte, sowie die Pflanzen und Tiere erklärt. Nach einiger Zeit machten wir auf einer kleinen Insel eine kurze Pause. Dort waren freilaufende Hühner und einige Hütten in denen das Leben der Indianer, die früher dort gelebt haben erklärt wurde. Auch hier war wieder ein wirklich schöner Gator zu sehen. Faszinierende Tiere.

Nach der Zugfahrt ging es in einen kleinen Vorführraum. Dort wurde uns (und den 2 Schulklassen) sehr unterhaltsam mehr die Schlangen in Georgia, sowie den Alligatoren und Schildkröten beigebracht, die ebenfalls in diesem Gebiet zu Hause sind. Da man bei uns bekanntlich nicht so oft mit Schlangen in Berührung kommt, war das schon sehr interessant. Vor allem, wenn man weiß, dass dise in Georgia nicht giftig sind.

Das Highlight des Okefenokee Swamp Parks ist aber ein ca. 1km langer Weg auf einem Steeg, der nur wenige Zentimeter über dem Wasser zu einem hohen Aussichtsturm führt. Von dort aus hat man einen unglaublichen Ausblick über die Baumwipfel. Es ist so still, dass man wirklich nur die Natur hört. Ein echt toller Ort! Beim zurück gehen haben wir dann einen ca. 1 Jahre alten Alligator gesehen und uns sehr gefreut. Doch dann kam wie aus dem Nichts in echt hoher Geschwindigkeit ein großer ausgewachsener Alligator. Wir haben schnell das Weite gesucht. Der Puls stieg um einige Schläge… Der große hat den kleinen gefressen. Ein faszinierendes Naturschauspiel, dass man Live wohl nicht alle Tage zu sehen bekommt. Aber irgendwie auch traurig.

Waycross, Georgia

Waycross
Waycross Geisterstadt

Am Nachmittag fuhren wir nach Waycross. Die faszinierendste Stadt, in der ich bisher war. Eine echt schöne Kleinstadt – aber ausgestorben. 6-spurige Straßen, Parkplätze an der Seite und über 2-300 Meter kein einziger Mensch geschweige Denn ein Auto zu sehen. In Waycross gab es einen kleinen Trail, den wir gegangen sind zu „alten“ Gebäuden. Diesen hatten wir aber sehr schnell durch. Spätestens jetzt wissen wir, das unter „Wirtschaftskrise“ wirklich zu verstehen ist.

Übernachtet haben wir im Super 8. Das Hotel war sauber. Doch da wir das erste Zimmer neben der Rezeption hatten und die Wände wohl aus Papier bestanden, leider sehr laut. Aber für eine Nacht ok.

Aber am nächsten Tag ging es auch schon weiter mit unserem Roadtrip. Richtung Savanna war Jekyll Island und das Fort King George der nächste Zwischenstop.

Jekyll Island

Bevor wir weiter nach Savannah fuhren, machten wir noch einen Abstecher nach jekyll Island. Jekyll Island liegt direkt an der Ostküste und ist v.a. Urlaubsziel für die etwas reicheren Amerikaner. Es liegen sehr viele Golfplätze auf der insel. Zudem gibt es einen kilometer langen Strand, der auch optimal für einen Strandurlaub geeignet wäre.Wir gingen an der Strandprominade und den Dünen entlang und fuhren eine Rund um die Insel. Diese kann man auch gut mit dem Rad erkunden. Es gibt viele Radwege und Möglichkeiten, Räder zu mieten. Wir hatten jedoch nicht mehr Zeit eingeplant. Sagten dem Waschbären am Straßenrand noch „servus“ und fuhren weiter auf unserem Südstaaten Roadtrip.

Fort King George Historic Site, Darien

Fort George
Fort George

Das Fort King George ist das älteste englische Fort in Georgia, das noch erhalten ist. Es wurde 1736 fertig gestellt. Es wird dort in einem kleinen Museum gezeigt, wie die Menschen dort gelebt haben und wie das Fort gebaut wurde. Das Fort liegt direkt am Altamaha River. Innerhalb des Forts wurden die einzelnen Hütten schön aufbereitet, sodass man sieht, wo die Unterkünfte oder die Küche waren. So hat man ein schönes Gesamtbild. Besonders schön ist der Nature Trail, der vom Fort in einer Schleife zurück zum Eingang führt. Hier hat man mit Hinweisschilder schön auf Tiere und Pflanzen hingewiesen, die dort zu sehen sind. Beeindruckend waren hier ganz viele kleine Krabben, die am Ufer des Flusses unterwegs waren. Was für ein Gewusel… 🙂

 

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